Die Teekanne: Geschirr und Dekoration

Jeder kennt sie und fast jeder hat eine zu Hause – Teekannen dienen der Aromenentfaltung des Tees, der in fast allen Kulturen der Welt beliebt ist. Hans Christian Andersen schrieb sogar ein kunstvolles und poetisches Kindermärchen über den Gegenstand. Doch was macht die Teekanne so besonders und wo kommt sie her?

Kannen allgemein existierten bereits in der Ur- und Frühzeit und hatten schon seit damals definierte Eigenschaften als Aufbewahrungs- und Darreichungsgefäß für Flüssigkeiten. Sie verfügen über eine Öffnung zum Befüllen und Leeren und einen Henkel oder Griff zum Transportieren, zudem lassen sich einige mit Hilfe eines Deckels verschließen.

Teekannen wurden erstmals in China verwendet

Zur Zeit der chinesischen Ming-Dynastie von etwa 1368 bis 1644 wurden erstmals Teekannen aus Silber oder Messing verwendet, obwohl der Tee an sich bereits im Jahr 221 vor Christus urkundlich erwähnt wurde. Teilweise waren an die damaligen Teekannen bereits Vorrichtungen um Wasser warmzuhalten oder zu erhitzen angebracht.

Händler brachten das beliebte Geschirr schließlich mit nach Europa. In der dortigen Teenation wurde schließlich zwischen dem 17. Und 18. Jahrhundert die typische birnenbäuchige Teekanne mit einer S-Form als Ausguss hergestellt. Diese Form ist Vorbild für die meisten heutigen Teekannen. Durch die hiesige Kolonialisierung verbreitete sie sich überall in der Welt als Serviergefäß.

Teekannen gibt es in unterschiedlichen Materialien und Formen. Häufig wird Keramik oder Porzellan verwendet, in früherer Zeit war auch Blech, Messing, Gold und Silber beliebt. Als Aushängeschild eines Teeservices sollen die Kannen auch optische Anforderungen erfüllen: Die unterschiedlichsten Designs sind dabei auf dem Markt erhältlich, sowohl traditionelle englischen Modelle mit Porzellanmalerei oder Teekannen nach dem Vorbild asiatischer Kulturen, als auch ausgefallene Designs von namhaften Marken oder aus dem Kunsthandwerk.